Heute vor 20 Jahren: 1:4 gegen den BVB

Heute vor 20 Jahren verlor die Spielvereinigung am 33. Spieltag der Bundesliga Saison 2000/2001 ihr Heimspiel gegen Borussia Dortmund mit 1:4 (0:1). Die Niederlage gegen Dortmund war das bis dato letzte Heimspiel und zugleich die höchste Heimniederlage der Rot-Blauen in der Bundesliga. Borussia ist zudem die einzige Mannschaft, die im Sportpark mehr als drei Tore in einem Bundesligaspiel erzielen konnte. Durch die Niederlage rutschte Unterhaching auf einen Abstiegsplatz.

Unterhaching gegen Dortmund - Saison 2000/01
Unterhaching gegen Dortmund – Saison 2000/01

Bei traumhaftem Wetter präsentierte sich der ausverkaufte Sportpark, bei seinem letzten Auftritt im Fußball Oberhaus, noch einmal von seiner allerbesten Seite. Im letzten Heimspiel der Saison gab es die erste Choreographie, welche alle Tribünen im Sportpark umfasste. Die Fans hielten rote und blaue Zettel nach oben und auf der Osttribüne wurde dadurch der Schriftzug „Haching“ sichtbar. Leider hielt die positive Energie im Stadion nicht lange an, da man schon nach einer Spielminute von der schnellen Cottbuser Führung unterrichtet wurde. Nur drei Minuten später mussten die Zuschauer auch noch den Dortmunder Führungstreffer durch Otto Addo mitansehen. Hatten die Rot-Blauen vor der Partie einen zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz, so war dieses Polster innerhalb von fünf Minuten geschmolzen und man stand auf einem Abstiegsplatz.

Die vom Gegentor sichtlich geschockte Köstner-Elf brauchte fast 20 Minuten, um durch André Breitenreiter, den ersten Schuss auf das Tor der Gäste zu bringen. Nach einer halben Stunde hätte, durch einen Lupfer von Altin Rraklli, der Ausgleich fallen können. Jens Ricken aber rettete in letzter Sekunde für den bereits geschlagenen Jens Lehmann und so ging es mit 0:1 in die Halbzeitpause.

Unterhaching gegen Dortmund - Saison 2000/01
Unterhaching gegen Dortmund – Saison 2000/01

Lorenz-Günther Köstner brachte zur zweiten Halbzeit Martin Cizek für Dennis Grassow, um damit die Ausrichtung auf Offensiv umzustellen. Unterhaching startete besser in die zweite Hälfte, musste aber trotzdem nach knapp einer Stunde (58.) das 0:2 durch Otto Addo hinnehmen. In Folge des Zwei-Tore-Rückstands drehte Unterhaching dann endlich auf. Nach einem Freistoß von Martin Cziek, war es Alexander Strehmel, der mit seinem 1:2 Anschlusstreffer (66.) wieder Hoffnung im Sportpark entfachte. Nur zwei Minuten später hätte es zwingend Strafstoß, und damit die Chance zum Ausgleich für die Spielvereinigung geben müssen, die Pfeife von Edgar Steinborn blieb aber stumm.

Nach 74 Minuten gab es, durch das 1:3 von Lars Ricken, den nächsten Nackenschlag, für die jetzt mit dem Mut der Verzweiflung agierenden Rot-Blauen. Aber selbst nach dem erneut doppelten Rückstand, gab die Mannschaft nicht auf. Nach 76 Minuten hätte der Spielvereinigung erneut einen Strafstoß zugesprochen werden müssen, aber auch dieser wurde der Mannschaft verwehrt. In der Folgezeit schwand die Hoffnung und praktisch mit dem Schlusspfiff erzielten die Gäste durch Dede den 1:4 Endstand (90.).

Durch den zeitgleichen 4:2-Sieg der Cottbuser gegen den Hamburger SV, standen die Rot-Blauen vor dem letzten Spieltag mit einem Punkt Rückstand auf der 16. Position und damit auf dem ersten Abstiegsplatz.

Zuschauer:
15.300 Sportpark Unterhaching (ausverkauft)

SpVgg:
Gerhard Tremmel – Alexander Strehmel – Dennis Grassow (46. Martin Cizek), Hendrik Herzog, Jan Seifert – Marco Haber, Matthias Zimmermann, Danny Schwarz (75. Markus Oberleitner), Miroslaw Spizak – Altin Rraklli, André Breitenreiter (63. Abdelaziz Ahanfouf) – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
0:1 Otto Addo (4.)
0:2 Otto Addo (58.)
1:2 Alexander Strehmel (66.)
1:3 Lars Ricken (74.)
1:4 Dede (90.)

Bewegte Bilder vom Spiel:

Bildrechte:
UEBERHACHING