Kommentar zum Börsengang: Mutig andere Wege gehen

ÜBER Haching wurde ins Leben gerufen, als die Spielvereinigung gerade in die vierte Liga abgestiegen war. Damals war ich mir nicht sicher, ob wir jemals wieder aufsteigen werden. Unser Verein ist so einmalig und ich wollte sein Erbe unbedingt erhalten und gründete deshalb diesen Blog und sein Archiv. Vier Jahre später kann man sagen, es kam zum Glück anders. Dieser Tage steht der Verein wieder in den Schlagzeilen, aber nicht wegen sportlichen Belangen, sondern wegen dem bevorstehenden Börsengang. Moment, Börse, die Spielvereinigung?

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Rekorde der Saison 2018/19

Nachdem die Saison beendet ist, haben wir noch Zahlen und Rekorde der Spielzeit 2018/19. Die abgelaufene Saison 3. Liga brachte für die Spielvereinigung jede Menge positiver und leider auch negativer Rekorde. Unter anderem gab es mit nur zehn Gegentoren in den 19 Heimspielen der 3. Liga so wenige wie noch nie. Aber auch elf lange Spiele musste man auf einen dreifachen Punktgewinn warten. Hier unsere Übersicht:

Rekorde 3. Liga:
– Längste Serie ohne eigenes Tor (8 Spiele, 821 Minuten)

Rekorde für die SpVgg in der 3. Liga:
– Längste Serie unbesiegt (13 Spiele)
– Längste Serie ohne Sieg (11 Spiele)

Rekorde für die SpVgg in einer Saison der 3. Liga:
– Höchster Zuschauerschnitt 3.334
– Meiste Unentschieden (15x)
– Meiste Unentschieden Heimspiele (8x)
– Meiste Unentschieden Auswärts (7x)
– Wenigste Niederlagen Auswärts (7x)
– Wenigste Gegentore Heimspiele (10 Tore)
– Wenigste Gegentore (46 Tore, wie auch 2008/09)
– Zweitwenigste Niederlagen (12x, Rekord: 11 Niederlagen in 2008/09)
– Zweitmeiste Tore Auswärts (26 Tore, Rekord: 27 Tore in 2008/09)

Rekorde im Sportpark:
– Längste Serie ohne Tor im Sportpark (6 Spiele, 609 Minuten)
– Längste Serie 0:0 im Sportpark (3 Spiele)
– Längste Serie ohne Sieg (7 Spiele)

Heute vor 20 Jahren: Aufstieg in die Bundesliga

Mannschaft vor dem Spiel gegen Greuther Fürth – Bildrechte Archiv Spielvereinigung

Sonntag, der 30. Mai 1999, ist jedem Fan der Spielvereinigung ein Begriff. An diesem Sonntag kamen Hannover 96 und Tennis Borussia Berlin nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Durch die Punkteteilung der beiden Kontrahenten stand die SpVgg an diesem Sonntag um 16:50 Uhr als Aufsteiger in die 1. Bundesliga fest, ohne selbst gespielt zu haben. Mit 59 Punkten aus 31 gespielten Partien, hatte man sieben Punkte Vorsprung auf den Vierten, Karlsruher SC, bei nur noch sechs zu vergebenden Zählern. Der Aufsteiger Unterhaching gab sich die Ehre erst einen Tag später. Das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth zeigte das DSF (Deutsches Sportfernsehen) live und ganz Deutschland richtete ein Auge auf den zukünftigen Erstligisten.

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Endlich ist diese Saison vorbei!

Was war das nicht für ein wunderschönes Weihnachtsfest 2018. Kurz vor der Bescherung hatte die Spielvereinigung noch den KFC Uerdingen mit 4:0 aus dem Sportpark geschossen. Platz fünf, mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsrang. In der kompletten Hinrunde gab es auf fremdem Platz keine Niederlage. 13 Spiele blieb man nach der Niederlage gegen Würzburg in Folge unbesiegt, Rekord für die SpVgg in der 3. Liga. In den 20 Spielen erzielte die Mannschaft 42 Tore, mit einer stolzen Tordifferenz von plus 22. Den späteren Meister VfL Osnabrück hatte man im Sportpark am Rande einer Niederlage. Fortuna Köln (6:0), der 1. FC Kaiserslautern (5:0) und Eintracht Braunschweig (3:0) wurden aus dem Sportpark geschossen. Im Derby gegen die Löwen gab es zwar nur ein glückliches Unentschieden, aber gefeiert haben, ob des späten Ausgleichs, nur die Hachinger. Zudem war das Stadion nach vielen Jahren wieder ausverkauft und die renovierte Osttribüne voll besetzt.

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Heute vor 20 Jahren: 0:0 beendet Siegesserie

Heute vor 20 Jahren kam die Spielvereinigung im Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen nicht über ein 0:0 hinaus. Damit endete auch die bis heute längste Serie von siegreichen Spielen im Sportpark. Elf Partien konnte die Köstner-Elf in Folge gewinnen.

Nach der 2:4 Niederlage bei Energie Cottbus, hatte Trainer Köstner wieder Spaß an seiner Mannschaft: „wir hatten viele Umstellungen. Dafür war es ein gutes Spiel und ein wichtiger Punktgewinn. Es hat mir Spaß gemacht, zuzusehen.“

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Beide Mannschaften hatten je eine Möglichkeit das Spiel zu entscheiden. Die beste auf Hachinger Seite hatte der Albaner Altin Rraklli, der zehn Minuten vor Spielende zu einem Solo ansetzte. Er scheiterte, an Schlussmann Oliver Adler.

Sonst war lange Zeit vor dem Oberhausener Tor so wenig los, wie in der Unterhachinger Fußgängerzone Sonntagnacht, berichtete die Süddeutsche Zeitung.
Aufgrund des Unentschiedens verlor die Spielvereinigung auch die Tabellenführung. Arminia Bielefeld zog erneut vorbei. Trotzdem betrog der Vorsprung auf Tabellenplatz vier weiter fünf Punkte.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Jörg Bergen (50. Björn Hertl) – Jan Seifert (25. Alfonso Garcia), Ralf Bucher (70. Mark Zimmermann) – Alexander Strehmel, Matthias Zimmermann, Peter Zeiler, Matthias Lust – Markus Oberleitner – Jochen Seitz, Altin Rraklli – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Zwei traurige Rekorde

Durch das torlose 0:0 Unentschieden, am Wochenende gegen Halle, gab es zwei traurige Rekorde für die Spielvereinigung. Seit der Eröffnung des Sportparks im Jahr April 1992 (3:0 gegen Schwaben Augsburg), blieben die Hachinger noch nie vier Spiele in Folge ohne eigenen Treffer. In den bisher gespielten 484 Punktspielen, trennten sich die Rot-Blauen auch noch nie drei Spiele am Stück torlos 0:0 Unentschieden.

Ironischerweise würde mit einem Sieg ohne Gegentor, im nächsten Heimspiel, gegen unseren Lieblingsgegner FSV Zwickau, der Rekord von Spiele ohne Gegentor (mehrfach 4 Spiele) eingestellt werden.

Wer sich für die komplette Statistik des Sportparks interessiert, findet diese auf unserer Seite Stadion am Sportpark.

Heute vor 20 Jahren: Erste Niederlage im Jahr 1999

Heute vor 20 Jahren verlor die Spielvereinigung ihr erstes Spiel im Jahr 1999. Der 1. FSV Mainz 05 bezwang die Köstner-Elf mit 1:0 und stürzte damit den Tabellenführer Unterhaching, welcher die Liga zwei Spieltage angeführt hatte. Die erneute Tabellenführung hatte die SpVgg, nach einem fulminanten Start ins Jahr 2019, mit Siegen gegen den FC Gütersloh (2:0), bei Hannover 96 (1:0) und gegen den späteren Mitaufsteiger SSV Ulm 1846 (2:0), erobert.

Der Übungsleiter der Gastgeber Wolfgang Frank über das Spiel: „Zehn Minuten vor Schluss habe ich gedachte, es wird ein 0:0-Spiel“. Danach sah es bis zur 85. Minute auch aus. Die Serie ohne Gegentor, von Haching Keeper Jürgen Wittmann, war zu diesem Zeitpunkt bereits auf 463 Minuten angewachsen. Weil Frank aber in der 73. Minute den Brasilianer Marcio eingewechselt hatte und Haching-Schlussmann Wittmann bei einer langen Flanke auf der Torline stehen blieb, traf der Angreifer zum 1:0 Siegtreffer für den Gastgeber.

Flügelflitzer Jochen Seitz hielt nach dem Spiel fest: „Heute hat man wieder gesehen, dass es verfrüht ist, vom Aufstieg zu reden.“ und Trainer Köstner sinnierte: „Ich traue der Mannschaft bei einer weiteren Leistungssteigerung zu, dass sie weiterhin unter den ersten fünf mitspielen kann.“

Randnotiz: Wolfgang Frank übernahm zum 01.07.2002 die in die Regionalliga abgestürzte Spielvereinigung. Als Meister führte der Übungsleiter, nach nur einem Jahr, die Mannschaft zurück in die 2. Bundesliga. Nach einem 0:3 beim 1. FC Nürnberg, wurde er im März 2004 entlassen. Neben der sportlichen Komponente, trug eine Fehde mit Francisco Copado zu dieser Entlassung bei. Frank verstarb bereits 2013 im Alter von nur 62 Jahren an einem Krebsleiden.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Jörg Bergen – Jan Seifert, Ralf Bucher – Alexander Strehmel, Matthias Zimmermann (87. Ivica Vladimir), Markus Oberleitner, Matthias Lust – Alfonso Garcia (46. Abdelaziz Ahanfouf), Jochen Seitz – Altin Rraklli – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
1:0 Marcio (85.)

Heute vor 20 Jahren: SpVgg startet mit 2:0 Heimsieg aus der Winterpause

Heute vor 20 Jahren gewann die SpVgg am 20. Spieltag der Saison 1998/99 mit 2:0 (1:0) gegen den FC Gütersloh. Mit dem Heimsieg, im ersten Spiel nach der Winterpause, kletterte die Köstner-Elf vorübergehend auf den Platz an der Tabellenspitze. Da Arminia Bielefeld, den späteren Mitaufsteiger SSV Ulm 1846 am Montagabend mit 5:0 besiegte, zog Arminia zum Abschluss des Spieltages an Unterhaching vorbei.

„Für eine Handvoll Fans“ schrieb die Süddeutsche Zeitung über das Spiel gegen den späteren Absteiger FC Gütersloh, welches 2100 Fans besuchten. Bereits nach 13 Minuten brachte Jan Seifert, nach einer Flanke des Albaners Altin Rraklli, den Gastgeber per Kopfball mit 1:0 in Führung. Im Anschluss zog sich die beste Abwehr der Liga in die eigene Hälfte zurück und besann sich auf Konterfußball. Schlussmann Jürgen Wittmann, der laut Trainer Köstner „überragend gehalten“ hatte, war es zu verdanken, dass es nicht zum Ausgleich kam. Mehrere hochkarätige Gelegenheiten verhinderte „Willi“ Wittmann. Matthias Zimmermann klärte den Ball mit dem Pausenpfiff sogar auf der Torlinie.

Da der FC Gütersloh auch in der zweiten Halbzeit zu keinem Treffer kam, entschied eine Viertelstunde vor Spielende Matthias Lust, mit seinem Treffer zum 2:0, die Partie. Jochen Seitz bediente nach einem schnell vorgetragenem Konter den Kapitän der Hachinger. Trainer Köstner sagte nach dem Spiel: „Wir haben es immerhin geschafft, gut aus den Startlöchern zu kommen“.

Randnotiz: Bei den Gästen bestritt der spätere Hachinger Darlington Omodiagbe sein erstes Spiel in Deutschland.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Jörg Bergen – Jan Seifert, Ralf Bucher – Arne Tammen, Matthias Zimmermann, Alexander Strehmel, Matthias Lust – Markus Oberleitner (61. Alfonso Garcia) – Jochen Seitz (86. Peter Zeiler), Altin Rraklli (85. Abdelaziz Ahanfouf) – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
0:1 Jan Seifert (13.)
0:2 Matthias Lust (75.)

Weihnachten im Sportpark

Wenn am Sonntag um 13 Uhr die Spielvereinigung den KFC Uerdingen empfängt, dann ist dies nicht nur das Topspiel Fünfter gegen Dritter. Das Spiel hat auch eine historische Dimension, noch nie musste Haching so spät im Jahr noch ein Pflichtspiel bestreiten. 

Das bisherige „Rekordspiel“ gab es am 22. Dezember 1985 im Isenstadion zu Ampfing. In einem Mittelfeldduell der Bayernliga empfing der TSV Ampfing unsere Rot-Blauen. 1400 Zuschauer sahen einen 1:0 (1:0) Heimsieg der Schweppermänner. Ampfings Rekordtorjäger Franz Schick markierte den einzigen Treffer an diesem 4. Advent bereits in der 15. Minute.

Auf Platz zwei liegt eine bittere 0:4 (0:2) Heimpleite gegen den SSV Jahn Regensburg vom 21.12.2013. An einem 20. Dezember gab es bereits zwei Spiele.

Spiele am letzten Adventwochenende:
22.12.1985 TSV Ampfing 1:0 (1:0) SpVgg (Bayernliga)
21.12.2013 SpVgg 0:4 (0:2) SSV Jahn Regensburg (3. Liga)
20.12.2014 SpVgg 3:2 (1:0) SSV Jahn Regensburg (3. Liga)
20.12.1998 SpVgg 2:0 (1:0) 1. FC Köln (2. Bundesliga)

In diesem Sinne frohe Weihnachten unseren Lesern und drei Punkte für die Spielvereinigung!

Kommentar: Nehmt dem DFB endlich die 3. Liga weg!

Eine Minute lang standen die Spieler von Unterhaching und Kaiserslautern nach dem Anpfiff still. „Stillstand gegen den Stillstand“ um auf die Situation der Drittligisten aufmerksam zu machen. Die Reaktion des DFB ließ nicht lange auf sich warten. „Wir erleben keinen Aufstand der Drittligisten. Wir erleben ein sehr fragwürdiges Demokratie-Verständnis“ war der erste Kommentar von Präsident Grindel. Bereits am Freitag gab es einen Kommentar der bayerischen Regionalligisten. „Das ist eine isolierte Aktion, die einzig und alleine auf die Belange der Drittligisten aufmerksam machen soll. Das hebelt das Gemeinschaftsgefüge aus, isoliert die Regionalligisten und konterkariert den Solidaritätsgedanken.“ Dieses Statement gaben die Sprecher der Regionalliga ab, wer wirklich für das Statement verantwortlich war, ist vollkommen klar.

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