Gegnervorschau: SV Meppen

Am 15. Spieltag der Saison 2019/20 empfängt die SpVgg Unterhaching den SV Meppen. Wir werfen einen Blick auf die Blau-Weißen aus dem Emsland und auf die Statistik in Vergleichen mit den Rot-Blauen.

SV Meppen: Am 29. November 1912 wurde der Fußballclub Amisia Meppen gegründet, der 1920 mit dem MTV Meppen fusionierte und fortan als TSV Meppen 1912 auflief. Durch die reinliche Scheidung (Organisatorische Trennung zwischen Fußball und anderen modernen Sportarten) wurde am 13. April 1922 der heute bekannte SV Meppen gegründet. Die restlichen Abteilungen des TSV bildeten den TV Meppen.

Erste nennenswerte Erfolge feierten die Emsländer 1929, als man für ein Jahr zweitklassig spielte. Diesen Erfolg konnte man zur Zeit des Nationalsozialismus wiederholen, als man sechs Spielzeiten in der Bezirksliga kickte. Nach Kriegsende war man für drei weitere Spielzeiten zweitklassig. Nach einem weiteren Abstieg in der Spielzeit 1953/54 wurde die viertklassige Bezirksliga Emsland die neue sportliche Heimat.

Nach dem Aufstieg 1957 wurde der Verein 1961 Meister der Amateurliga und bestritt erfolgreich die Aufstiegsrunde. Die Zweitklassigkeit der Emsländer hielt aber nur zwei Spielzeiten. Durch die Einführung der Fußballbundesliga zur Saison 1963/64, sowie der darunter liegenden Regionalliga, wurde die Oberliga zur Landesliga und diese drittklassig.

Als Meister der Landesliga-Saison 1967/68 scheiterten die Emsländer in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga. 1970 hatte der SVM alles Glück auf seiner Seite und der ersehnte Sprung in die Zweitklassigkeit gelang. Obwohl der Verein nur fünfter der Liga wurde, nahm man an der Aufstiegsrunde teil, da die Amateurmannschaften aus Braunschweig und von Hannover 96 nicht aufstiegsberechtigt waren. In der Aufstiegsrunde erreichte man mit Platz zwei eine Zusatzqualifikationsrunde zur Regionalliga. In zwei weiteren Spielen konnte man sich gegen den ASV Bergedorf und Polizei SV Bremen durchsetzen und schließlich den Aufstieg feiern.

Nur fünf Siege feierte die Mannschaft in der Regionalliga-Saison 1970/71 und musste als abgeschlagener Tabellenletzter umgehend zurück in die Landesliga. Die Mannschaft konnte aber als Vizemeister umgehend die Rückkehr in die Regionalliga feiern. Dort stabilisierte sich der Verein in den folgenden Jahren. Durch die Einführung der 2. Bundesliga im Jahr 1975 spielten die Meppener fortan in der drittklassigen Oberliga.

Nach 12 Jahren Oberliga – mit einem Ausrutscher 1978/79 als man den Abstieg in die viertklassige Landesliga umgehend mit der Meisterschaft und dem Wiederaufstieg korrigierte – gelang den Emsländern der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Als Meister der Oberliga nahm man an der Aufstiegsrunde zur 2. Liga teil. Dort blieb man ungeschlagen und konnte mit nur zwei Siegen die Konkurrenz von Hertha BSC, der SpVgg Erkenschwick und Arminia Hannover hinter sich lassen und stieg gemeinsam mit Remscheid in die 2. Bundesliga auf.

In der Premierensaison 1987/88 erreichte die aus Halbprofis bestehende Mannschaft Platz 14 und verbesserte sich in der Folgesaison sogar auf Platz zehn. Bundesweit für Aufmerksamkeit sorgte der Verein, als er im DFB-Pokal 1990/91 erst im Achtelfinale nach einem 0:1 beim 1. FC Köln ausschied.

Insgesamt elf Spielzeiten konnten sich die Blau-Weißen in der 2. Liga halten. Den größten Erfolg feierte man dabei in der Saison 1994/95. Auf Platz sechs eingelaufen, fehlten nur zwei Punkte zum Aufstieg in die Bundesliga. Auch im DFB-Pokal feierte man zu dieser Zeit weitere Erfolge. 1996/97 und 1997/98 erreichte man jeweils das Achtelfinale, schied dort aber gegen den SC Freiburg (1:2) und gegen den KFC Uerdingen (0:2) aus.

Gleichzeitig mit den Erfolgen im DFB-Pokal begann der Niedergang des Vereins. Die Saison 1997/98 sollte die letzte der Emsländer in der 2. Bundesliga sein. Mit nur 27 Punkten stieg man als Tabellenschlusslicht ab. Obwohl finanziell gut aufgestellt, wurde der Wiederaufstieg mit Platz elf klar verfehlt. In der Folgesaison verpasste man dann sogar die Qualifikation für die neu geschaffene zweigleisige Regionalliga und war ab der Saison 2000/01 nur noch viertklassig.

Verbindlichkeiten von 1,6 Millionen Euro führten dazu, dass der Verein 2001 Insolvenz beantragen musste. Trotz laufendem Insolvenzverfahren spielte die Mannschaft in den oberen Tabellenregionen mit und qualifizierte sich bei der nächsten Ligenreform 2004 für die Oberliga Nord. Mit Einführung der 3. Liga im Jahr 2008 wurden die Emsländer gar fünftklassig.

2011 gelang dann endlich der erste Erfolg der neueren Geschichte des Vereins. Als Meister der Oberliga Niedersachsen stieg man in die Regionalliga Nord auf. Nach Plätzen zwölf und elf in den beiden ersten Spielzeiten, erreichten die Meppener 2013/14 den vierten Tabellenplatz. 2017 feierte man die Meisterschaft der Regionalliga vor Weiche Flensburg und nahm an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga teil. Gegen den Südwest-Meister SV Waldhof setzte man sich im Elfmeterschießen durch und feierte nach 17 Jahren die Rückkehr in die Drittklassigkeit.

In seiner Premierensaison in der 3. Liga erreichten die Meppener einen sehr guten siebten Platz und wurden mit 58 Punkten sogar bester Aufsteiger. Nach einem schwächeren Start feierte man auch 2018/19 den Klassenerhalt. Der Verein spielt aktuell in seiner dritten Saison in der 3. Liga.

Das erste Spiel: Liegt mittlerweile knapp 30 Jahre zurück und datiert vom 11.11.1989. Vor 3.500 Zuschauern im Hindenburgstadion verlor die Spielvereinigung am 17. Spieltag der 2. Bundesliga Saison 1989/90, mit 1:3 (1:2).

Erster Torschütze für die SpVgg: Manfred Wasner zum 1:2 (40. Minute).

Bilanz: Vierzehn Partien gab es bisher gegen Meppen. Drei Unterhachinger Siegen stehen fünf Meppener Siege entgegen. Sechs Partien endeten unentschieden, darunter das verrückte 3:3 in Meppen letzte Saison. Gesamttorverhältnis: 17:19 Tore.

Wissenswert: Die Partie Unterhaching gegen Meppen findet sogar musikalische Beachtung. Die 2017 aufgelöste Kölner a cappella Band Wise Guys veröffentlichte 2001 auf dem Album „Ganz weit vorne“ das Lied „Das Leben ist zu kurz“. Dort lautet eine Songzeile: „Das Leben ist zu kurz für Unterhaching gegen Meppen“.

 

Heute vor 20 Jahren: 1:2 bei 1860 München

Heute vor 20 Jahren verlor die SpVgg – am 11. Spieltag der Bundesliga-Saison 1999/2000 – im kleinen Münchner Derby beim TSV 1860 München mit 1:2 (0:1). Dabei hatten die Hachinger Pech, als Altin Rraklli in der 68. Minute vom Elfmeterpunkt die Führung auf dem Fuß hatte. Aufgrund der größeren Spielanteile sahen die 31.000 Zuschauer im Münchner Olympiastadion aber einen verdienten Sieg der Gastgeber.

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Heute vor 20 Jahren: 1:0-Sieg gegen Freiburg

Heute vor 20 Jahren gewinnt die Spielvereinigung – am 10. Spieltag der Bundesliga-Saison 1999/2000 – im mit 10.300 Zuschauern ausverkauften Sportpark gegen den SC Freiburg mit 1:0 (0:0). Damit beendete der Aufsteiger eine Serie von fünf Spielen ohne eigenen Dreier. Das Tor des Tages erzielte Altin Rraklli per Elfmeter in der 80. Minute. Durch den Sieg kletterte die Mannschaft auf den 13. Tabellenplatz.

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Heute vor 20 Jahren: Das erste Auswärtstor

Heute vor 20 Jahren erzielt die Spielvereinigung – am 7. Spieltag der Bundesliga-Saison 1999/2000 – das erste Tor auf fremdem Platz. Bei der 2:4-Niederlage, vor 39.700 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion zu Kaiserslautern, erzielte Jochen Seitz nach 15 Minuten die zwischenzeitliche 1:0-Führung für Rot-Blau. Durch die Niederlage am Tag der Deutschen Einheit stürzte die Spielvereinigung auf den 15. Tabellenplatz ab. Nur noch das bessere Torverhältnis half den Unterhachingern, über dem Strich zu stehen.

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Heute vor 20 Jahren: Zweites Heimspiel, zweiter Sieg!

Heute vor 20 Jahren gewinnt die Spielvereinigung – am vierten Spieltag der Saison 1999/2000 – im mit 10.300 Zuschauern ausverkauften Sportpark durch Tore von Altin Rraklli und Ludwig Kögl mit 2:0 (1:0) gegen den VfB Stuttgart. Durch den zweiten Sieg im zweiten Heimspiel, kletterten die Rot-Blauen mit sechs Punkten aus vier Partien auf den neunten Tabellenplatz, die beste Platzierung der Saison.

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Heute vor 20 Jahren: Niederlage beim FC Bayern

Heute vor 20 Jahren bestritt die Spielvereinigung – am dritten Spieltag der Saison 1999/2000 – das erste Pflichtspiel gegen den FC Bayern München. Im mit 63.000 Zuschauern ausverkauften Münchner Olympiastadion verloren die Rot-Blauen mit 0:1 (0:1) gegen den Deutschen Rekordmeister. Durch die Niederlage rutschte die Spielvereinigung in der Tabelle hinter die von Trainer Ottmar Hitzfeld trainierten Münchner.

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