Die Chemie muss stimmen!

Die Chemie muss stimmen!

Nach dem Derbysieg am vergangenen Wochenende geht es in der Liga gegen den Halleschen FC weiter. Die Rot-Blauen könnten mit einem Sieg auf den dritten Tabellenplatz springen. Für Konstantin Heide geht es am Samstag um den Weltmeistertitel. Alle Informationen über die Rot-Blauen findet ihr in unserer Wochenendvorschau.


Unser Gegner:

Aktuelle Situation: Der Hallesche FC hat sich bereits vor der Winterpause in der Abstiegszone einsortiert. Am Dienstagabend gelang den Sachsen-Anhaltern aber ein kleiner Befreiungsschlag: Das wichtige Nachholspiel gegen Mit-Kellerkind SC Freiburg gewann der HFC 2:1 – vor allem dank einer abgezockten Darbietung gegen den verunsichert auftretenden Bundesliga-Nachwuchs. Damit ist nun das untere Tabellenmittelfeld in Reichweite. Aber auch die Abstiegsplätze sind weiterhin nur drei Punkte entfernt. Die Tendenz bietet den Gästefans jedenfalls Hoffnung: Drei der letzten sechs Ligapartien haben die Hallenser gewonnen.

Verzichten müssen die Gäste in Haching unter anderem auf den torgefährlichen Innenverteidiger Enrique Lofolomo. Bei der Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken grätschte Lofolomo mit offener Sohle Gegenspieler Julian Günther-Schmidt um. Eine rote Karte und drei Spiele Sperre folgten. Ohnehin brennt es beim HFC (ebenso wie in Haching) vor allem in der Defensive: Die erfahrenen Niklas Landgraf (IV), Marvin Ajani und Niklas Kreuzer (beide RV) dürften allesamt ausfallen. Wobei es von Kreuzer zuletzt positive Neuigkeiten gab – zu denen auch Glück- und weitere Genesungswünsche aus Haching angebracht sind: Der an Hodenkrebs erkrankte Vizekapitän hat seine Chemotherapie überstanden.

Bemerkenswert gerade angesichts dieser Verletzungsmisere: Coach Sreto Ristic ist für Überraschungen gut. In Freiburg bot er Kapitän und Innenverteidiger Jonas Nietfeld kurzerhand im Sturm auf. Offen, ob das auch am Freitag eine Option ist – am Magenta-Mikrofon erklärte Ristic, man schaue „was der Gegner so bietet“. In Haching ist das, jedenfalls statistisch, die drittbeste Abwehr der Liga.

Beste Stürmer: Doch auf die dürfte Arbeit warten. Wenige Drittligavereine haben eine so klare Torjäger-Hierarchie wie der Hallesche FC: Ganz vorne stehe Dominic Baumann – und dann kommt lange nichts. Elf Tore (davon drei vom Elfmeterpunkt) hat der bullige Neuzugang vom FSV Zwickau in 16 Partien erzielt, Ligaspitzenwert. Darunter war nur ein Doppelpack. Das heißt: Baumann trifft bislang in fast 70 Prozent seiner Partien. Ein genaues Auge darf die rot-blaue Abwehr allerdings auch auf Tunay Deniz haben. Zusätzlich zu seinen vier Toren hat der Strippenzieher fünf Assists beigesteuert.

Fans: Als Traditionsverein aus dem Osten des Landes hat auch der Hallesche FC eine sehr solide Fanbasis: Mehr als 500 Fans begleiten den Verein laut der Datenbank von Liga3 Online im Schnitt. Die bislang wenigsten Mitfahrer gab es mit einer geschätzt hohen zweistelligen Zahl am Dienstag in Freiburg. Beim Oberbayern-Gastspiel in Ingolstadt waren im August 320 Hallenser dabei. Gut möglich, dass am für Auswärtsfans ungünstigen Freitagabend in Haching eine ähnliche Zahl zu erwarten ist.

Ex-Hachinger: Auch einen alten Bekannten haben die Hallenser in ihren Reihen: Patrick Hasenhüttl ist aus der Abstiegssaison 20/21 im Sportpark noch bestens bekannt. Am Sohn von Ex-Coach Ralph Hasenhüttl hing die Misere damals eher nicht. Erst war er einer der Treffsichereren im Kader von Arie van Lent, dann folgte eine lange Verletzung. So richtig in die Drittligaspur gefunden hat Hasenhüttl der Jüngere aber noch nicht wieder: Über die Stationen Austria Klagenfurt und VfB Oldenburg kam er nach Halle. Zu Buche stehen bislang zwölf Einwechslungen (davon sieben nach der 75. Minute) – und ein Assist.

Die Gäste haben am Freitag eine kurze Anreise. Nach dem Spiel in Freiburg sind sie am Mittwoch nach Oberhaching gereist und bereiten sich in der dortigen Sportschule auf das Spiel vor.

Die Bilanz der Vereine:

Bereits in sieben Spielzeiten der 3. Liga trafen die Rot-Blauen auf den Halleschen FC. Von den 14 Spielen gewannen die Rot-Blauen vier, davon drei in Sachsen-Anhalt. Vier Vergleiche, davon drei in Unterhaching, endeten mit einem Unentschieden, darunter zwei mit einem torlosen 0:0. Sechs Spiele, je drei in Halle und Unterhaching, verloren die Vorstädter gegen den HFC.

Unter den Siegen in Halle ist auch das verrückte 5:3 im Februar 2020. Hachings Stürmer Dominik Stroh-Engel erzielte die ersten vier Tore des Spiels. Zunächst traf er in der 2. und 14. Minute zur 2:0-Führung für Unterhaching, ehe ein von ihm verursachtes Eigentor den 1:2-Anschlusstreffer für Halle bedeutete (38. Minute). In der zweiten Halbzeit erzielte er in der 58. Minute mit seinem dritten Treffer ins richtige Tor die 3:1-Führung für die Rot-Blauen. Die weiteren Tore für die Rot-Blauen erzielte Stephan Hain in der 82. und 92. Minute.

Alle Spiele findet ihr in der Gegnerdatenbank.


Die Geschichte des Halleschen FC

Der Hallesche FC wurde am 26. Januar 1966 durch die Ausgliederung der Fußballabteilung des SC Chemie Halle gegründet. Die Ursprünge des Vereins gehen auf den 1900 gegründeten FC Wacker Halle zurück, der 1921 das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft erreichte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem FC Wacker zunächst die SG Halle-Glaucha und zwei Jahre später die SG Freiimfelde Halle. 1949 erfolgte die nächste Umbenennung, durch den Zusammenschluss mit der ZSG Union Halle. Union Halle gewann 1949 die Ostzonenmeisterschaft mit einem 4:1-Sieg gegen die SG Fortuna Erfurt und war im darauffolgenden Jahr Gründungsmitglied der DDR-Oberliga. 1950 wurde die BSG Turbine Halle gegründet, welche ab der Saison 1950/51 den Platz von Union in der Oberliga einnahm.

1952 wurde die BSG Turbine DDR-Meister. Das hinderte das Regime jedoch nicht daran, die BSG 1954 zu zwingen, ihre Fußballer in den SC Chemie Halle-Leuna einzugliedern. 1962 gewannen die Chemiker den FDGB-Pokal und spielten erstmals in Europa, scheiterten aber in der ersten Runde am OFK Belgrad.

Am 26. Januar 1966 wurde der Hallesche FC Chemie gegründet, der die Fußballabteilung des SC Chemie Halle-Leuna übernahm und in die Oberliga aufstieg. In den folgenden Jahren pendelte sich die Mannschaft um den 11. Platz ein, ehe sie Anfang 1971 den dritten Platz erreichte und sich damit für den UEFA-Pokal qualifizierte. Der erste Höhepunkt des „richtigen“ Halleschen FC war zugleich eine der schwersten Stunden des Vereins. Der Gegner in der ersten Runde hieß PSV Eindhoven. Nach einem 0:0 im Hinspiel kam es am Vorabend des Rückspiels zu einem Großbrand im Hotel der Hallenser. Dabei wurden mehrere Spieler schwer verletzt, der Nachwuchsspieler Wolfgang Hoffmann kam ums Leben. Die Chemiker zogen sich daraufhin aus dem Wettbewerb zurück.

1973 musste der Verein als Tabellenletzter den Abstieg hinnehmen, stieg aber nach einem Jahr wieder in die Oberliga auf, in der er bis 1985 verblieb, ehe er erneut in die zweitklassige DDR-Liga absteigen musste. Nach drei Jahren gelang 1987 die Rückkehr in die Oberliga.

Wie für viele Vereine aus der ehemaligen DDR war auch für den Halleschen FC die Eingliederung in den gesamtdeutschen Fußball mit dem Abstieg verbunden. Mit einem vierten Platz in der NOFV-Oberliga 1991 konnte sich der Verein zwar für die 2. Bundesliga und den UEFA-Pokal qualifizieren, stieg aber bereits 1992 nach nur einer Spielzeit aus der 2. Bundesliga ab. In der drittklassigen Oberliga konnte man sich nur zwei Jahre halten und fand sich 1995 nach einem erneuten Abstieg plötzlich in der fünftklassigen Verbandsliga wieder.


Deutschland dank Heide im WM-Finale!

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Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Stammtorhüter Max Schmitt stand Konstantin Heide im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien im Tor der deutschen Nationalmannschaft.

Nach einem spannenden 3:3-Unentschieden, Deutschland führte 1:0 und 3:2, ging es nach 90 Minuten direkt ins Elfmeterschießen. Nachdem Heide bereits in der Schlussphase mehrfach überragend gehalten hatte, avancierte der Hachinger im Elfmeterschießen zum Mann des Spiels.

Heide hielt sowohl den ersten als auch den zweiten Elfmeter der Argentinier und durfte nach dem letzten deutschen Treffer durch Paris Brunner den 4:2-Sieg und damit den Einzug ins WM-Finale bejubeln.

„Es ist einfach unfassbar. Unser Team hat das ganze Turnier über gezeigt, dass wir so eine tolle Mentalität haben und immer zurückkommen können“, so Heide, der nach dem Spiel von der FIFA offiziell zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Am Samstag, 2. Dezember, trifft die Mannschaft nun auf das Team aus Frankreich, das sich im Halbfinale nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1 gegen Mali durchsetzte. Anpfiff in Surakarta ist um 13:00 Uhr, SkySportNews überträgt live.


Markus Schwabl beim 4zu3 Podcast

Haching Sportdirektor Markus Schwabl war diese Woche beim 4zu3 Podcast von Magenta Sport zu Gast. Schwabl spricht dort unter anderem über den Derbysieg und erklärt die Details des obligatorischen Siegerfotos der Vorstädter.

Die aktuelle Folge findet ihr überall, wo es Podcasts gibt, u.a. hier. Markus ist ab Minute 23:50 zu Gast.


Ulm bis Ende Februar in Aalen

Da das Donaustadion in Ulm über keine Rasenheizung verfügt, muss Aufsteiger SSV Ulm 1846 Fußball bis Ende Februar in die Centus Arena nach Aalen ausweichen. Diese Entscheidung gab der DFB am Montag bekannt.

„Natürlich hätten wir sehr gerne in Ulm gespielt. Die Wettervorhersagen lassen aber eine sichere Planung nicht zu, weshalb wir uns gemeinsam mit dem DFB für diesen Weg entschieden haben“, so SSV-Geschäftsführer Markus Thiele über den Umzug.

Unter den betroffenen Partien ist auch das Spiel der Rot-Blauen beim SSV im Januar 2024.


U21 in der Winterpause

Die Landesligamannschaft der Vorstädter befindet sich in der Winterpause und steht aktuell auf dem 2. Tabellenplatz. Für das kommende Wochenende sind in der Landesliga aber noch Spiele angesetzt. Darunter auch die Partie zwischen Schwabmünchen und Karlsfeld. Sollte Schwabmünchen die Partie gewinnen, würden die Rot-Blauen sogar nur auf dem dritten Tabellenplatz überwintern.


U19 mit Testspielsieg

Die U19 der Rot-Blauen bestritt am gestrigen Mittwoch ein Testspiel gegen die erste Mannschaft des FC Holzkirchen. Auf dem Kunstrasenplatz der Sportschule Oberhaching setzte sich die Haidl-Elf nach torloser erster Halbzeit am Ende mit 4:1 durch. Unter anderem war Linus Falk mit einem Doppelpack erfolgreich. Bei den Gästen standen einige Testspieler auf dem Platz und auch die Rot-Blauen nutzten das Spiel, um Spielpraxis zu sammeln und wechselten in der Halbzeit komplett durch.


NLZ-Vorschau:

FC Stätzling – SpVgg-U19 (Samstag, 2. Dezember 2023, 13:00 Uhr, Sportanlage Stätzling)

Für die Haidl-Elf steht am kommenden Wochenende das letzte Spiel des Jahres auf dem Programm, bevor es bis Anfang März in die Winterpause geht. Der souveräne Tabellenführer der Bayernliga ist dann beim Tabellenschlusslicht FC Stätzling zu Gast.

Der Gastgeber konnte bisher durch drei Unentschieden drei Punkte sammeln und liegt damit auf dem letzten Tabellenplatz. Unter den Unentschieden finden sich aber durchaus bemerkenswerte Ergebnisse. Am 6. Spieltag führte man in Deisenhofen mit 3:1 und 4:3, kassierte aber noch den 4:4-Ausgleich. Auch gegen Regensburg führte man 1:0 und konnte mit dem 1:1 einen weiteren Punktgewinn feiern. Vor zwei Wochen in Aschaffenburg drehten sie erneut einen 0:1-Rückstand und gingen mit 2:1, 3:2 und 4:3 in Führung. Doch wie schon in Deisenhofen kassierte man noch den 4:4-Ausgleich.

Das Hinspiel gewann die Rot-Blauen mit 5:1. Torschützen damals Leuthard (3), Hannemann, Coric.

SpVgg-U17 – Greuther Fürth U17 (Samstag, 2. Dezember 2023, 15:30 Uhr, Kunstrasen Sportpark)

Auch für den Tabellenführer der U17-Bayernliga steht am Samstag das letzte Pflichtspiel des Jahres auf dem Programm.

Zu Gast in Unterhaching ist die U17 der SpVgg Greuther Fürth. Die Mittelfranken stehen derzeit mit 20 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Das Kleeblatt kommt deutlich angeschlagen in die Vorstadt. Die letzten drei Spiele wurden verloren, darunter auch das wichtige Derby gegen die U16 des 1. FC Nürnberg, welches man am vergangenen Wochenende mit 0:3 verlor.

Im Hinspiel gab es einen 4:1-Sieg der Elf von Patrick Unterberger. Samuel Weiß (2), Andreas Schweinsteiger und Lorenz Leger trafen damals für die Rot-Blauen.

SpVgg-U15:

Die U15-Regionalliga ist bereits in der Winterpause. Als letztes Spiel im Jahr 2023 steht in der kommenden Woche noch ein Testspiel gegen die U15 von Wacker München auf dem Programm.

Information: Solltet ihr die Spiele unserer Jugendmannschaften besuchen wollen, bitte prüft vorher beim BFV noch einmal den Spielort. Der Link ist jeweils hinterlegt.

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