Heute vor 20 Jahren: 1:0-Sieg gegen Ulm

Heute vor 20 Jahren gewann die Spielvereinigung am 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 1999/2000 mit 1:0 (0:0) gegen den Mitaufsteiger SSV Ulm 1846. 10.000 Zuschauer im Unterhachinger Sportpark sahen einen späten Siegtreffer für die Rot-Blauen. Bei strömendem Regen hatte der Ulmer Joachim Stadler nach 84 Minuten ins eigene Tor getroffen. Nach der zweiten Heimniederlage der Saison (1:2 gegen Kaiserslautern) feierte man in Unterhaching den achten Heimerfolg in der Bundesliga.

Unterhaching gegen Ulm - Saison 1999/2000
Unterhaching gegen Ulm – Saison 1999/2000 – Bildrechte Michael Fischer


Nach dem unglücklichen 2:2-Unentschieden beim VfL Wolfsburg, als man erst in den Schlussminuten den Ausgleich hinnehmen musste, baute Trainer Lorenz-Günther Köstner die Mannschaft auf einer Position um. Aufgrund einer Grippe musste Jörg Bergen passen, für ihn rückte der zuletzt gelbgesperrte Alexander Strehmel auf die Position des Liberos. Taktisch agierte die Spielvereinigung in einem 3-5-2, wobei sich Jochen Seitz häufig zurückfallen ließ und André Breitenreiter damit faktisch als einzige Spitze agierte.

Die Partie begann mit sechsminütiger Verzögerung, da der übertragende TV-Sender Premiere Probleme hatte, sein Signal aus dem Sportpark zu bekommen. Die nach dem 1:9 gegen Bayer Leverkusen komplett verunsicherten Gästen gingen nur mit einem Vorsatz in das Spiel und dieser war, so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben. Trotz der defensiven Grundordnung der Gäste brachten diese, nach 22 Minuten, durch Leandro den Ball erstmals in Richtung Tor. Es war eine von nur zwei Gelegenheiten, die sich die Gäste in der gesamten Spielzeit erarbeiteten. Die Spielvereinigung zeigte deutlich mehr Einsatz als die Gäste, wurde aber auch nur bei Standardsituationen wirklich gefährlich. Ohne echte Torchance ging die unterdurchschnittliche Partie mit 0:0 in die Halbzeit.

Erst als Trainer Lorenz-Günther Köstner nach einer Stunde Mittelfeldmotor Ludwig Kögl ins Spiel brachte, nahm das Spiel der Rot-Blauen mehr Fahrt auf. Mit der Einwechslung von Altin Rraklli nach 72 Minuten stellten die Hachinger auf zwei Stürmer um, wodurch noch mehr Druck entstand. Es sollte aber bis zur 84. Minute dauern, ehe das einzige Tor des Tages fiel. Bezeichnend für diesen Tag war, dass der Treffer durch einen Ulmer erzielt wurde. Nach einem durch Alexander Strehmel verlängerten Ball, köpfte Unglücksrabe Stadler auf das eigene Tor, da auch Torwart Laux keinen besonders guten Tag hatte, stand es 1:0 für Unterhaching.

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Durch den enorm wichtigen Sieg im Sechs-Punkte-Spiel hatte Unterhaching nun 33 Punkte auf dem Konto und damit den Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf neun Punkte erhöht.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Alexander Strehmel – Jan Seifert, Dennis Grassow – Marco Haber, Matthias Zimmermann, Markus Oberleitner, Danny Schwarz (72. Altin Rraklli), Oliver Straube (57. Ludwig Kögl) – André Breitenreiter (89. Björn Hertl), Jochen Seitz – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
0:1 Joachim Stadler (84. Eigentor)