Gegnervorschau: VfB Lübeck

Am Freitag bestreitet die Spielvereinigung ihr erstes Heimspiel der Saison 2020/21. Zu Gast am 2. Spieltag der 3. Liga ist der VfB Lübeck. Auch in dieser Spielzeit wirft ÜBERHACHING einen Blick auf unsere Gegner, wir beschränken uns dabei allerdings auf die Neuzugänge der Liga.

VfB Lübeck: Der Vorgängerverein BSV Vorwärts Lübeck wurde am 28. August 1919 gegründet. Auf dieses Datum bezieht sich auch der Rechtsnachfolger VfB Lübeck, der nach Kriegsende 1945 gegründet wurde. Die Geschichte seiner Vorgängervereine beschreibt der VfB auf seiner eigenen Homepage ausführlich.

Der Verein für Bewegungsspiele spielte nach dem Krieg zuerst in der Kreismeisterschaft Lübeck. Im Folgejahr qualifizierte man sich für die in der Spielzeit 1947/48 neu ausgespielte Meisterschaft der Oberliga Nord. Nach drei Spielzeiten musste man an der Lohmühle allerdings in die Landesliga absteigen. In den 50er Jahren pendelte der VfB dann zwischen Erst- und Zweitklassigkeit. Insgesamt kehrte man dabei vier Mal in die erstklassige Oberliga zurück.

Im Gründungsjahr der Bundesliga 1963 stiegen die Grün-Weißen erneut aus der Oberliga ab und fanden für die nächsten 10 Jahre ein neues sportliches Zuhause in der Regionalliga Nord. Beste Platzierung war dabei die Vizemeisterschaft in der Saison 1968/69, die den VfB auch zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga berechtigte. Dort konnte man allerdings lediglich ein Unentschieden erreichen und wurde Letzter der Gruppe Eins.

Auch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verpasste man 1974 die Teilnahme an der neu eingeführten 2. Bundesliga und stürzte stattdessen in die Viertklassigkeit ab, ohne vorher jemals Drittligist gewesen zu sein. Nach drei Spielzeiten konnte man 1977 in die Amateuroberliga Nord aufsteigen, musste aber 1983 zurück in die Viertklassigkeit. Nachdem man insgesamt fünf Mal in der Aufstiegsrunde scheiterte, klappte nach zehn Spielzeiten die Rückkehr in die Amateuroberliga Nord.

1994 erreichte der Verein die neu gegründete Regionalliga Nord, wurde dort anschließend Sensationsmeister und konnte damit den erstmaligen Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern. 1995/96 schaffte der Aufsteiger mit einem 13. Platz den Klassenerhalt, musste aber in der zweiten Spielzeit als 16. zurück in die Regionalliga Nord. 2002 bis 2004 konnte der Verein noch einmal in die zweite Bundesliga zurückkehren, ehe für den VfB äußerst bittere Jahre begannen. 2004 erreichte man zudem das Halbfinale des DFB-Pokals. Gegen den späteren Deutschen Meister Werder Bremen, gingen die Grün-Weißen zwei Mal in Führung und verloren erst in der Verlängerung mit 2:3.

2007 verpasste der Regionalligist die Qualifikation zur neuen 3. Liga. Der jetzt viertklassige Verein musste 2008 einen Insolvenzantrag stellen. 2012 bedeutete ein erneuter Insolvenzantrag den Zwangsabstieg in die fünftklassige Schleswig-Holstein-Liga. Als souveräner Meister – man konnte lediglich drei Spiele nicht gewinnen und bliebt in 34 Spielen ungeschlagen – kehrte man in die Regionalliga zurück. In den Folgejahren verbesserte sich der sportliche Erfolg der Lübecker von Spielzeit zu Spielzeit, ehe man in der abgebrochenen Spielzeit 2019/20 als Meister gewertet wurde und erstmals in die 3. Liga aufsteigen konnte.

Das erste Spiel:  Fand am 12. November 1995 statt. Vor 8.000 Zuschauern an der Lohmühle gewann der VfB Lübeck am 15. Spieltag der 2. Bundesliga Saison 1995/96 mit 3:1 (2:0).

Aufstellung der SpVgg: Jürgen Wittmann – Ralf Bucher (52. Stephan Täuber), Jörg Bergen, Dennis Grassow – Andreas Hartig, Markus Oberleitner, Stefan Reich, Peter Zeiler, Matthias Lust (64. Thomas Radlspeck) – Frank Schmöller, Christian Simon – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore für Unterhaching: Markus Oberleitner zum 1:3 (78.)

Bilanz: Ist absolut ausgeglichen. Beide Mannschaften konnten von den sechs Partien je zwei Spiele gewinnen und zwei Partien gingen unentschieden aus. Sowohl die Spielvereinigung als auch die Lübecker konnten je ein Heim- und ein Auswärtsspiel gewinnen. Gesamttorverhältnis: 8:4 für Unterhaching.

Wissenswert:  Der 5:0 (2:0) Heimsieg der Spielvereinigung im Mai 1996 ist bis heute der zweithöchste Sieg in der 2. Bundesliga. Dennis Grassow (8.), Alfonso Garcia (25.), Andreas Hartig (48.), Thomas Radlspeck (52.) und Albert Gröber (90.) trafen für Unterhaching.