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Heute vor 20 Jahren: Aufstieg in die Bundesliga

Mannschaft vor dem Spiel gegen Greuther Fürth – Bildrechte Archiv Spielvereinigung

Sonntag, der 30. Mai 1999, ist jedem Fan der Spielvereinigung ein Begriff. An diesem Sonntag kamen Hannover 96 und Tennis Borussia Berlin nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Durch die Punkteteilung der beiden Kontrahenten stand die SpVgg an diesem Sonntag um 16:50 Uhr als Aufsteiger in die 1. Bundesliga fest, ohne selbst gespielt zu haben. Mit 59 Punkten aus 31 gespielten Partien, hatte man sieben Punkte Vorsprung auf den Vierten, Karlsruher SC, bei nur noch sechs zu vergebenden Zählern. Der Aufsteiger Unterhaching gab sich die Ehre erst einen Tag später. Das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth zeigte das DSF (Deutsches Sportfernsehen) live und ganz Deutschland richtete ein Auge auf den zukünftigen Erstligisten.

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Heute vor 20 Jahren: Erste Niederlage im Jahr 1999

Heute vor 20 Jahren verlor die Spielvereinigung ihr erstes Spiel im Jahr 1999. Der 1. FSV Mainz 05 bezwang die Köstner-Elf mit 1:0 und stürzte damit den Tabellenführer Unterhaching, welcher die Liga zwei Spieltage angeführt hatte. Die erneute Tabellenführung hatte die SpVgg, nach einem fulminanten Start ins Jahr 2019, mit Siegen gegen den FC Gütersloh (2:0), bei Hannover 96 (1:0) und gegen den späteren Mitaufsteiger SSV Ulm 1846 (2:0), erobert.

Der Übungsleiter der Gastgeber Wolfgang Frank über das Spiel: „Zehn Minuten vor Schluss habe ich gedachte, es wird ein 0:0-Spiel“. Danach sah es bis zur 85. Minute auch aus. Die Serie ohne Gegentor, von Haching Keeper Jürgen Wittmann, war zu diesem Zeitpunkt bereits auf 463 Minuten angewachsen. Weil Frank aber in der 73. Minute den Brasilianer Marcio eingewechselt hatte und Haching-Schlussmann Wittmann bei einer langen Flanke auf der Torline stehen blieb, traf der Angreifer zum 1:0 Siegtreffer für den Gastgeber.

Flügelflitzer Jochen Seitz hielt nach dem Spiel fest: „Heute hat man wieder gesehen, dass es verfrüht ist, vom Aufstieg zu reden.“ und Trainer Köstner sinnierte: „Ich traue der Mannschaft bei einer weiteren Leistungssteigerung zu, dass sie weiterhin unter den ersten fünf mitspielen kann.“

Randnotiz: Wolfgang Frank übernahm zum 01.07.2002 die in die Regionalliga abgestürzte Spielvereinigung. Als Meister führte der Übungsleiter, nach nur einem Jahr, die Mannschaft zurück in die 2. Bundesliga. Nach einem 0:3 beim 1. FC Nürnberg, wurde er im März 2004 entlassen. Neben der sportlichen Komponente, trug eine Fehde mit Francisco Copado zu dieser Entlassung bei. Frank verstarb bereits 2013 im Alter von nur 62 Jahren an einem Krebsleiden.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Jörg Bergen – Jan Seifert, Ralf Bucher – Alexander Strehmel, Matthias Zimmermann (87. Ivica Vladimir), Markus Oberleitner, Matthias Lust – Alfonso Garcia (46. Abdelaziz Ahanfouf), Jochen Seitz – Altin Rraklli – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
1:0 Marcio (85.)

Heute vor 20 Jahren: SpVgg startet mit 2:0 Heimsieg aus der Winterpause

Heute vor 20 Jahren gewann die SpVgg am 20. Spieltag der Saison 1998/99 mit 2:0 (1:0) gegen den FC Gütersloh. Mit dem Heimsieg, im ersten Spiel nach der Winterpause, kletterte die Köstner-Elf vorübergehend auf den Platz an der Tabellenspitze. Da Arminia Bielefeld, den späteren Mitaufsteiger SSV Ulm 1846 am Montagabend mit 5:0 besiegte, zog Arminia zum Abschluss des Spieltages an Unterhaching vorbei.

„Für eine Handvoll Fans“ schrieb die Süddeutsche Zeitung über das Spiel gegen den späteren Absteiger FC Gütersloh, welches 2100 Fans besuchten. Bereits nach 13 Minuten brachte Jan Seifert, nach einer Flanke des Albaners Altin Rraklli, den Gastgeber per Kopfball mit 1:0 in Führung. Im Anschluss zog sich die beste Abwehr der Liga in die eigene Hälfte zurück und besann sich auf Konterfußball. Schlussmann Jürgen Wittmann, der laut Trainer Köstner „überragend gehalten“ hatte, war es zu verdanken, dass es nicht zum Ausgleich kam. Mehrere hochkarätige Gelegenheiten verhinderte „Willi“ Wittmann. Matthias Zimmermann klärte den Ball mit dem Pausenpfiff sogar auf der Torlinie.

Da der FC Gütersloh auch in der zweiten Halbzeit zu keinem Treffer kam, entschied eine Viertelstunde vor Spielende Matthias Lust, mit seinem Treffer zum 2:0, die Partie. Jochen Seitz bediente nach einem schnell vorgetragenem Konter den Kapitän der Hachinger. Trainer Köstner sagte nach dem Spiel: „Wir haben es immerhin geschafft, gut aus den Startlöchern zu kommen“.

Randnotiz: Bei den Gästen bestritt der spätere Hachinger Darlington Omodiagbe sein erstes Spiel in Deutschland.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Jörg Bergen – Jan Seifert, Ralf Bucher – Arne Tammen, Matthias Zimmermann, Alexander Strehmel, Matthias Lust – Markus Oberleitner (61. Alfonso Garcia) – Jochen Seitz (86. Peter Zeiler), Altin Rraklli (85. Abdelaziz Ahanfouf) – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
0:1 Jan Seifert (13.)
0:2 Matthias Lust (75.)

Kommentar: Nehmt dem DFB endlich die 3. Liga weg!

Eine Minute lang standen die Spieler von Unterhaching und Kaiserslautern nach dem Anpfiff still. „Stillstand gegen den Stillstand“ um auf die Situation der Drittligisten aufmerksam zu machen. Die Reaktion des DFB ließ nicht lange auf sich warten. „Wir erleben keinen Aufstand der Drittligisten. Wir erleben ein sehr fragwürdiges Demokratie-Verständnis“ war der erste Kommentar von Präsident Grindel. Bereits am Freitag gab es einen Kommentar der bayerischen Regionalligisten. „Das ist eine isolierte Aktion, die einzig und alleine auf die Belange der Drittligisten aufmerksam machen soll. Das hebelt das Gemeinschaftsgefüge aus, isoliert die Regionalligisten und konterkariert den Solidaritätsgedanken.“ Dieses Statement gaben die Sprecher der Regionalliga ab, wer wirklich für das Statement verantwortlich war, ist vollkommen klar.

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Heute vor 20 Jahren: Haching erneut Tabellenführer

Heute vor 20 Jahren gewann die Spielvereinigung am 14. Spieltag der Saison 1998/99 gegen Tennis Borussia Berlin mit 3:1 (2:1) und eroberte damit erneut die Tabellenführung der 2. Bundesliga. Nachdem man bereits nach dem 12. Spieltag (2:0 Heimsieg gegen den KFC Uerdingen) auf dem Platz an der Sonne stand, verlor man diesen zwischenzeitlich durch ein 0:1 bei den Stuttgarter Kickers an den SSV Ulm. Magere 3.100 Zuschauer wollten an einem Freitagabend das Spitzenspiel der SpVgg mit dem finanzstarken Club aus Berlin Charlottenburg sehen.

Bereits nach wenigen Minuten war es Matthias Lust, der nach einer Ecke für den 1:0 Führungstreffer sorgte. Ein gewisser Francisco Copado konnte diesen nach einer halben Stunde, für seine von Hermann Gerland trainierten Berliner, egalisieren. In Folge erhöhten die Berliner den Druck auf das Tor der Hachinger. Es war aber die Spielvereinigung, die den nächsten Treffer markierte. Mit dem Halbzeitpfiff, nutzte Altin Rraklli einen Fehler in der Berliner Hintermannschaft, um seine Farben mit 2:1 in Führung zu bringen.

In der zweiten Halbzeit erhöhten die Gäste weiter den Druck, bis es eine Viertelstunde vor Ende einen Bruch im Spiel gab. Der Berliner Copado sah wegen Meckerns Gelb-Rot und als in den Schlussminuten sogar TeBe Keeper Curko mit in den Hachinger Strafraum kam, konterte Haching eiskalt. Ahanfouf traf zum 3:1 und ließ die Fans im Sportpark zu den Klängen des neuen Vereinsliedes „Rot-Blau“ jubeln. Das Lied wurde in der Halbzeitpause von der Band „Die Derbys“ präsentiert.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Ivica Vladimir – Alexander Strehmel, Ralf Bucher – Matthias Zimmermann – Andreas Hartig, Markus Oberleitner (65. Abdelaziz Ahanfouf) , Peter Zeiler – Matthias Lust (71. Jan Seifert) – Altin Rraklli (88. Michael Spies), Jochen Seitz – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
1:0 Matthias Lust (6.)
1:1 Francisco Copado (33.)
2:1 Altin Rraklli (45.)
3:1 Abelaziz Ahanfouf (90.)

Heute vor 20 Jahren: SpVgg erstmals auf einem Aufstiegsplatz!

Heute vor 20 Jahren gewann die Spielvereinigung am 11. Spieltag der Saison 1998/99 bei Fortuna Düsseldorf mit 3:1 (2:0). Mit 23 Punkten (7 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen) kletterte die Mannschaft, dank des besseren Torverhältnisses, erstmals auf Aufstiegsplatz drei. 6700 Zuschauer im alten Rheinstadion sahen einen schnellen Doppelschlag der Hachinger durch Altin Rraklli und Peter Zeiler. Die Entscheidung fiel durch den Mann des Spiels: Jochen Seitz. Er bereitete die beiden ersten Treffer vor und traf in der 70. Minute selbst, nur eine Minute nach dem Düsseldorfer Anschlusstreffer.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Ivica Vladimir – Ralf Bucher, Alexander Strehmel – Arne Tammen (57. Andreas Hartig), Björn Hertl, Matthias Lust – Markus Oberleitner, Peter Zeiler – Altin Rraklli (89. Alfonso Garcia), Jochen Seitz (78. Abdelaziz Ahanfouf) – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
0:1 Altin Rraklli (9.)
0:2 Peter Zeiler (13.)
1:2 Igli Tare (69. FE)
1:3 Jochen Seitz (70.)

Heute vor 20 Jahren: Die Aufstiegssaison startet

Heute vor 20 Jahren verlor die SpVgg am 1. Spieltag der Saison 1998/99 mit 0:2 (0:0) gegen Arminia Bielefeld. 4000 Zuschauer sahen die Partie gegen den Bundesligaabsteiger, der am Ende der Saison wieder in die Bundesliga aufstieg. Bei Unterhaching kehrte – nach einem kurzzeitigen Intermezzo beim 1. FC Köln – Lorenz-Günther Köstner zurück auf den Trainerstuhl. Von den Neuzugängen Mark Zimmermann, Sascha Lense, Michael Spies und Jan Seifert stand letzterer zu Beginn in der Startelf.

SpVgg:
Jürgen Wittmann – Jörg Bergen – Jan Seifert, Björn Hertl – Andreas Hartig (75. Alfonso Garcia), Alexander Strehmel, Matthias Zimmermann (60. Michael Spies), Matthias Lust – Markus Oberleitner- Altin Rraklli, Abdelaziz Ahanfouf (52. Jochen Seitz) – Trainer: Lorenz-Günther Köstner

Tore:
0:1 Peeters (63.)
0:2 Reina (90.)

Am Ende der Saison schaffte die Spielvereinigung die Sensation und stieg in die Bundesliga auf. Die Niederlage gegen Bielefeld blieb die letzte Pleite im Sportpark für unglaubliche 25 Partien (20 Siege, 5 Unentschieden). Erst 18 Monate später, am 12. Februar 2000, schaffte es der Deutsche Meister FC Bayern München wieder Punkte aus dem Sportpark zu entführen. Der Meister siegte am 20. Spieltag der Saison 1999/2000 mit 2:0 (0:0).

Kommentar: Ein neues Gesicht entsteht!

Was hat man bei der Spielvereinigung nicht schon für Glanzzeiten erlebt. Aufstieg in die Bundesliga und Leverkusen die Meisterschaft geklaut. In den letzten Jahren machte der Verein aber eher durch negative Schlagzeilen, zumeist abseits des Platzes, auf sich aufmerksam. Das alte Präsidium um Ehrenpräsident Engelbert Kupka hatte in seinen letzten Jahren kein gutes Händchen mehr bei Entscheidungen. Angefangen hatte dies schon mit der Entlassung von Lorenz-Günther Köstner, auf Platz sieben der 2. Bundesliga stehend. Über dem Sportpark schwebte so etwas wie Größenwahn, man wollte sich nicht mehr damit zufrieden geben in der 2. Bundesliga zu spielen. Nach dem erneuten Abstieg in die 3. Liga wollte man unbedingt sofort wieder zurück in die 2. Bundesliga.

Choreo der Hachingfans im Relegationshinspiel – Bildrechte: Stefan Seitz

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Haching ist zurück in Liga 3!

Die Spielvereinigung gehört wieder zu den 56 besten Fußballmannschaften in Deutschland! Am Mittwoch reichte der Schromm-Elf ein 2:2-Unentschieden bei der SV Elversberg, um den Aufstieg in die 3. Liga klar zu machen. Bereits nach dem Hinspiel im Sportpark, welches man mit 3:0 gewinnen konnte, herrschte Zuversicht im Umfeld des Clubs. Es wäre aber nicht Fußball, wenn man nicht doch mit einem leicht flauen Gefühl im Magen die Reise ins Saarland angetreten hätte. Spätestens aber der 1:0-Führungstreffer durch Dominik Stahl mit dem Halbzeitpfiff brachte Entspannung für die Nerven der Hachinger Verantwortlichen.

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